Firmengeschichte

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Jentschmann – von der Nähmaschine zum Ultraschall

Aus kleinen Anfängen als Nähmaschinen- Handels- und Reparaturbetrieb zu Beginn der Vierzigerjahre des letzten Jahrhunderts entwickelte sich Ende der Sechzigerjahre ein Fertigungsbetrieb für die Herstellung von Langarm-Nähmaschinen auf der Basis verschiedenster Industrienähmaschinen. Über Nähautomaten führte die Entwicklung weiter zu den Ultraschall-Maschinen als Ersatz oder Ergänzung zum Nähen. Nachstehend die Meilensteine der Jentschmann AG.


2011


Die Jentschmann AG feiert Ihr 40 jähriges Bestehen als Aktiengesellschaft.                                 
                        



2009


Die Jentschmann AG setzt den Grundstein für ein neues Firmengebäude und verlegt den Firmensitz von Urdorf nach Hüntwangen. Es entsteht ein neuer Betrieb mit über 1200qm Produktionsfläche.
Im selben Jahr wird die erste vollautomatische Ultraschallschweissanlage zur Produktion von PVC Markisen für Caravans ausgeliefert. Diese Anlage produziert 2 Markisentücher pro Minute ab Rolle.



2007


Ultraschall-Schneid-, Schweiss- und Klebemaschinen sowie die Anlagen zur Konfektionierung von Markisen und Rollos, bei welchen Jentschmann eine führende Position hält, sind die Hauptumsatzträger mit einem Exportanteil von über 90%.



2006


Mit einem Management buy-out übernimmt Dietmar Heil, als langjähriger Mitarbeiter und Geschäftsführer der Jentschmann AG, die Gesellschaft von Leggett & Platt Inc. Die Rückgewinnung der Entscheidungsautonomie bedeutet für die Firma wieder kurze Entscheidungswege in einem kleinen Team um situationsgerecht und schnell reagieren zu können. Für unsere Kunden bedeutet es, direkt mit den kompetenten Entscheidungsträgern zusammenzuarbeiten.



2005


Als Konsequenz der Verlagerung der Näharbeiten nach Osteuropa und vor allem nach Asien und dem daraus entstandenen Markt an Billigstnähmaschinen, stellt Jentschmann die Produktion von Langarmnähmaschinen ein. Die Herstellung von Langarmnähmaschinen für Segelmacher wird vom Vertriebspartner Solent Sewing Machines Ltd. in Grossbritannien übernommen.



2003


Jentschmann verstärkt seine Tätigkeit auf dem Gebiet des Ultraschallschweissens mittels Rollsonotroden. Die Entwicklung einer 20 mm breiten Rollsonotrode verbunden mit modernster US-Generatoren- und Steuerungstechnik bringen Jentschmann auch auf diesem Gebiet in eine führende Stellung und öffnet weitere Märkte. Die Palette an Ultraschall-Schneid-, Schweiss- und Klebemaschinen beinhaltet von der einfachen Einzelplatzmaschine für die Wäschekonfektion über kundenspezifische Anlagen und Komponenten bis zu computergesteuerten Anlagen für die Herstellung von Rollos, Markisen, Grosspostern usw.



2000


Nach mehreren Jahrzehnten erfolgreicher Tätigkeit als Familienunternehmen wird die Gesellschaft zur Regelung der Nachfolge an die Leggett & Platt Incorporated in Carthage, USA, mit insgesamt über 34’000 Mitarbeiter, verkauft. Die Jentschmann AG wird im Rahmen der Global Systems Group, den Maschinenherstellern innerhalb der Leggett & Platt Inc., das europäische Standbein im Bereich der Fertigung von Spezial-Nähmaschinen sowie Nähanlagen und europäisches Kompetenzzentrum für Entwicklungen in diesem Bereich.



1994


Anlässlich der R+T in Stuttgart, der weltweit wichtigsten Messe der Sonnenschutzindustrie, präsentiert Jentschmann erstmals einen Ultraschall-Schweissautomaten mit Rollsonotrode zum Konfektionieren von PVC-beschichteten Sonnenschutzgeweben wie Screens, Soltis® und ähnliche.



1985


Benutzer von Langarmnähmaschinen, vor allem in der Markisenfertigung, wünschen sich nun Nähmaschinen um auf einfache Weise gerade und lange Nähte fertigen zu können. Dies führt Mitte der Achtzigerjahre zur Entwicklung der ersten Nähautomaten, bei welchen der Stoff auf einem fahrenden Tisch automatisch der Nähmaschine entlang geführt wirde. Der Erfolg dieser Anlagen in der Sonnenschutzindustrie ruft nach weiteren Produkten und so folgt die Entwicklung von Zuschneide- und Heizkeil-Schweissanlagen. Die Anlagen für die Sonnenschutzindustrie werden zu einem Haupusatzträger. Dank der stetigen Weiterentwicklung der Anlagen, dem Einbringen innovativer Ideen und der sprichwörtlichen Jentschmann Qualität, ist die Jentschmann AG seither Marktführer auf diesem Gebiet. Das Angebot aller für die Markisenkonfektion notwendigen Maschinen und Anlagen in einem Gesamtkonzept, aus einer Hand, garantieren dem Kunden hohe Produktivität und Qualität sowie langfristige Sicherheit der getätigten Investitionen. Praktisch alle bedeutenden Hersteller von Markisen in Europa und den USA werden im Laufe der Zeit Kunden der Jentschmann AG.

Die Herstellung von Langarm- und Spezialnähmaschinen für verschiedenste Industrien, darunter auch für Mitbewerber, sowie Entwicklungsaufträge für solche Maschinen von Endbenutzern wie auch Nähmaschinenherstellern, sind weiterhin ein wichtiges Standbein der Firma.




1974


kann die grösste Nähmaschine der Welt mit einem Durchgang von 7 Metern zum Nähen von Beduinenzelten für Kuwait realisiert werden. In diesem Projekt ist erstmals der Anteil der elektronischen Steuerung gleich gross wie der der Mechanik, da Nadel- und Greiferantrieb sowie Vorschub nicht mehr mechanisch sondern über elektronisch synchronisierte Schrittmotoren angetrieben werden. Die Basis für eine erfolgreiche langjährige Partnerschaft mit Elektronikspezialisten der späteren Indutron AG ist gelegt.

1973

Erich Jentschmann übernimmt die Leitung der Jentschmann AG. Die bisherigen Nähmaschinenlieferanten, vor allem Pfaff und Dürkopp Adler aus Deutschland werden nun auch Kunden, da sie die von Jentschmann verlängerten Nähmaschinen in ihr eigenes Verkaufsprogramm aufnehmen und Spezialnähmaschinen, welche nur in kleinen Stückzahlen hergestellt werden können durch die Jentschmann AG entwickeln und fertigen lassen. Dieses partnerschaftliche Verhältnis mit grossen Herstellern, welches aufgrund der Qualität der Produkte und der hohen Fachkenntnis entstanden war, trägt zur positiven Entwicklung der Firma bei.

1971

Die Einzelfirma Jakob Jentschmann wir in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Beginn der industriellen Fertigung der Langarm-Nähmaschinen. In der Folge wird das Geschäft mit handelsüblichen Nähmaschinen eingestellt und die Aktivitäten auf die industrielle Fertigung von verlängerten und Spezial-Nähmaschinen konzentriert. Im Zuge dieser Spezialisierung steigt der Exportanteil des Umsatzes auf über 80%.

1965

Beginn der handwerklichen Verlängerung von Industrie-Nähmaschinen der Marken Pfaff und Adler. Die verlängerten Nähmaschinen machen die Firma Jentschmann europaweit bekannt.

1942

Jakob Jentschmann gründet den Handels- und Reparaturbetrieb für Nähmaschinen und Fahrräder.